Kirchengemeinde St. Marien Hohenlockstedt

Die Geschichte der Kirchengemeinde ist geprägt durch die große Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen des zweiten Weltkrieges, die nach Kellinghusen und Hohenlockstedt kamen.

Eine Baracke der ehemaligen Munitionsfabrik diente von 1949 an als Notkirche und Unterkunft für den Priester in Hohenlockstedt.

Schon Anfang der fünfziger Jahre wurde in Kellinghusen eine bescheidene Flüchtlingskirche gebaut.

1980/81 wurde nach dem Plan des Molfseer Architekten A. Laqua die Kirche in Hohenlockstedt erbaut, mit Pfarrsaal und Betreuerwohnhaus.

An die Vorgeschichte dieser Kirche erinnert die ungewöhnlich große Sakristeiglocke, die vom Appell-Platz der Munitionsfabrik Hohenlockstedt stammt. An die Kriegsumstände erinnert auch das Gemälde" Maria im Trümmerfeld". Die Lindenholzmadonna stammt von V. Demetz aus Südtirol und zeigt eine sanfte und freundliche Großmutter und Kirchenpatronin. Der Kupferblechbeschlag der Türflügel zeigt die Schutzmantelmadonna der Flüchtlinge.

Mit der Bildung der großen Pfarrei St. Ansgar kam es zur Schließung der St. Josefkirche in Kellinghusen, so stammen einige Gegenstände aus dieser Kirche: die Orgel, der Kreuzweg und die Marienfigur von Otto Flath.  

 

 
 
 

(Text nach W. Kroker und J. Gerber aus "Ökumenischer Kirchenführer für den Kreis Steinburg", 1992)

   
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